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Herbsttour 2012 – Engadin / Oberitalienische Seen



Für die diesjährige Herbsttour des RC Vilsbiburg wählte Vorstand Hans Bauer eine mittelschwere Strecke mit ca. 600 Kilometern und 9.000 Höhenmetern aus, welche die 19 Hobbyradler des Vereins in fünf Tagesetappen vom Engadin über Comer See, Iseo See und Gardasee bis zum Kalterer See zu bewältigen hatten. Ziel der ersten Etappe war Zuoz im Oberengadin. Trotz des regnerischen Wetters wurden die 90 Kilometer nach Zuoz problemlos von allen Teilnehmern bewältigt, um sich am Tagesziel in der Zirbenstube eines historischen Engadiner Hotels eine Stange Bier (0,3 Liter) zu genehmigen.

Der nächste Tag bot am Start zwar kühle Temperaturen, jedoch war der Himmel stahlblau. Zunächst ging es von Zuoz aus in Richtung St. Moritz, Kurz vor St. Moritz bog die Straße ab in Richtung Bernina Pass (2.323m), dem höchsten Punkt dieser Fahrt. Bei der Auffahrt zur Passhöhe zeigte sich die Engadiner Bergwelt von seiner schönsten Seite. Rechts der Berninastraße türmte sich der Piz Palü mit dem Morteratsch Gletscher auf. Beeindruckend war der vergletscherte und unter Alpinisten berühmte Bianco Grat, der zum Piz Bernina, dem einzigen 4000er der Ostalpen, führt. Problemlos erreichte jeder Radler die Passhöhe, wo eine rasante 40 Kilometer lange Abfahrt ins Veltlin wartete. Das italienische Städtchen Tirano war Ziel der Mittagspause, wo Pasta und ein Gläschen Veltliner in einer Trattoria am Straßenrand die zahlreichen Eindrücke des Vormittags abrundeten. Frisch gestärkt ging es am Nachmittag durch das Veltliner Tal zum Comer See bis Colico, wo nach einem langen Tag mit 150 Kilometern die warme Dusche in einem idyllisch gelegenen Hotel am Ufer des Comer Sees wartete.
Am 3. Tag stand die Königsetappe vom Comer See zum Iseo See über knapp 140 Kilometer und 2800 Höhenmeter am Programm. Nach ein paar lockeren Kilometern entlang des Ostufers des Comer Sees führte Route über teils einsame Straßen in die Bergamasker Berge hinauf zur Culmine di San Pietro (1302m). Spektakulär war die Abfahrt durch eine wilde Schlucht „Gola del Enna“ zum weltberühmten Mineralwasserort San Pellegrino, wo sich die Radler für den Nachmittag über den Passo Zambla (1264m) stärkten. Der etwa 20 Kilometer lange Anstieg bot keine großen Schwierigkeiten, so dass jeder noch frisch genug war, um am späten Nachmittag den Tiefblick von der Hotelterrasse auf den Lago d’Iseo zu genießen.
Die 4. Etappe wurde nach einer kurzen Busfahrt nördlich von Brescia bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein gestartet. Nach einem kurzen „Frühstücksberg“ führten die Serpentinen hinab nach Salò zum Gardasee. Durch die Olivenhaine entlang des Südufers ging es zur Mittagspause nach Desenzano und zu den mittlerweile gewohnten Pasta im alten Ortszentrum. Frisch gestärkt war die Nachmittagsfahrt bis zum Etappenziel nach Brenzone am Ostufer des Gardasees für einen Teil der Radler nur noch Formsache. Vier Teilnehmer bogen jedoch in Torri del Garda ab, um nach 1100 Höhenmetern die Punta Veleno zu erreichen. Die Besonderheit dieses Schlenkers bot jedoch die Abfahrt nach Brenzone mit spektakulären Lago Blicken und Streckenabschnitten von mehr als 25% Gefälle. Jeder erreichte jedoch heil die Hotelterrasse am Strand des Gardasees, wo der Rest in geselliger Runde wartete.
Am letzten Tag führte die Route zunächst entlang des Gardasee Ostufers nach Riva, von wo aus etwa 600 Höhenmeter zum Lago di Tenno erklettert werden mussten. Vor der Mittagspause war mit dem Anstieg zum Molvener See allerdings noch ein weiterer „Seeberg“ zu bewältigen. Nach der Mittagspause folgte eine schnelle Abfahrt mit grandiosem Tiefblick ins Val di Sole und seinen schier unendlichen Obstgärten um Clès. Am Ende diese Abfahrt wartete dann die Tour d’Honneur auf die Radler, die entlang der Südtiroler Weinstraße zum Kalterer See führte. Der Kalterer See bot in der herbstlichen Nachmittagssonne schließlich den krönenden Abschluss einer Radtour mit Suchtgefahr für neue Unternehmungen.

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Paralympics 2012
Im Innersten „brennt“ bereits das Olympische Feuer:
Erich Winkler ist startklar für die Paralympics 2012

Geisenhausen (gb)
. Touren über die Pässe Südtirols mit den Freunden vom RC Vilsbiburg, die Deutschen Meisterschaften auf Straße und Bahn, der „Giro delle Dolomiti“ um Bozen und dazwischen immer wieder Trainingseinheiten im heimischen Vilstal und im Kraftraum– das bestimmt seit Anfang Juli den Tagesablauf von Erich Winkler. Seit dieser Zeit ist der Geisenhausener Behindertenradsportler in der Endphase der Vorbereitung auf die am  29. August beginnenden Paralympics in London.

Südtirol per Rad erkundet
Gleich zwei Trainingseinheiten führten Erich Winkler in den vergangenen Wochen nach Südtirol. Dort, wo andere sich nach einer gemütlichen Wanderung mit einer zünftigen Brotzeit stärken, „stärkte“ sich Erich Winkler mit seinen Clubkameraden vom RC Vilsbiburg Anfang Juli bei einem dreitägigen Kraft-Ausdauer-Training. Dabei wurden ebenso mehrerer Südtiroler Pässe unter die Räder genommen wie drei Wochen später beim „36. Giro delle Dolomiti“, an dem Erich Winkler bei drei von sechs Etappen teilnahm. Bei Streckenlängen von 95 bis 170 Kilometer und Anstiegen von bis zu 3300 Höhenmeter konnte sich Erich Winkler im Feld der nicht behinderten Radamateure aus ganz Europa und auch Übersee sehr gut behaupten und so manch einen arrivierten Fahrer hinter sich lassen.

Bronze bei der DM auf der Straße
Die Deutschen Meisterschaften auf der Straße in Holzkirchen und der Bahn in Mannheim waren weitere Höhepunkte in der Vorbereitung auf London. Obwohl die DM auf der Straße in Holzkirchen, die wegen der starken internationalen Beteiligung auch für den Europacup gewertet wurde, nur als lockerer Zwischentest eingeplant war, ging Erich Winkler das Rennen nicht als Spazierfahrt an. Im Zeitfahren über 22 km holte   er sich in der Leistungsklasse C1 die Bronzemedaille. Im Straßenrennen über 48 Kilometer sicherte er sich den elften Rang und in der Wertung C1/C2, den sechsten Platz im Gesamtklassement. Die DM-Bahn in Mannheim, die auf einer offenen Betonbahn ausgetragen wurden, nahm Erich Winkler als Gelegenheit wahr, sich an den „Kreisverkehr“ auf dem Oval und an die Rennmaschine zu gewöhnen. Nachdem Bahn und Bedingungen in keiner Weise mit denen in London zu vergleichen waren, ließ es Winkler ruhiger angehen und nutzte die DM als Training unter Wettbewerbsbedingungen. Dennoch reichte es in der 3000 Meter Verfolgung, Winklers Paradedisziplin auf der Bahn, zu einem guten dritten Platz hinter Tobi Graf (Freudenstadt) und Michael Teuber (Dachau).



Lehrgänge als Feinschliff
Beim einem Lehrgang holte sich Erich Winkler in der vergangenen Woche im badischen Buchholz den letzten Feinschliff für das Paralympische Straßenrennen, das am 05. September auf der traditionsreichen Grand Prix Strecke von Brands Hatch ausgetragen wird. Dieser Lehrgang am Fuße des Schwarzwaldes war so etwas wie eine Simulation für London, denn der 4,207 Kilometer lange Kurs „Brands Hatch Race Circuit“ ist eine Berg- und Talbahn quer durch eine Waldlandschaft und gilt fahrerisch als sehr anspruchsvoll. Anspruchsvoll wird auch noch einmal der Bahnlehrgang in der kommenden Woche im Bundesleistungszentrum in Büttgen. Dort wird Erich Winkler ein besonderes Augenmerk auf das Training für die 3000 Meter Verfolgung richten. Bei diesem Wettbewerb, der am 31. August im Olympischen Velodrom stattfindet, stehen seine Chancen auf Edelmetall besser als im 1000 Meter Sprint. „Die 1000 Meter sind bei meiner Behinderung einfach zu kurz. Bis ich da richtig in Schwung komme, ist die Party schon vorbei“, schätzt der niederbayerische Radsportler seine Chancen realistisch ein. Dennoch: Ob Edelmetall oder nicht – schon die Tatsache, dass er sich nach Athen 2004 und Peking 2008 nun schon zum dritten Mal für die Paralympics qualifizieren konnte, ist  für Erich Winkler ein erster Sieg. „Und das Olympische Feuer brennt innerlich seit geraumer Zeit ganz gewaltig“, gibt Winkler unumwunden zu.

 
Augustfahrt in den Klosterbiergarten Raitenhaslach bei Burghausen

Am Sonntag, 12. August 2012 fanden sich, bei traumhaften Spätsommerwetter (wie auch die Bilder zeigen), acht RC'ler um halbzehn am Treffpunkt bei Rad & Sport Bauer ein. Ziel der Radtour war, wie von Streckenführer Martin Wackerbauer ausgesucht, der Kloster-Biergarten Raitenhaslach bei Burghausen.



Nachfolgend der Streckenverlauf in Stichpunkten:

Anfahrtüber Gangkofen - Massing - Geratskirchen - Rockersbach - Eisenfelden - Neuötting - Altötting - Hirten - Willhardsberg und letztendlich zum Zielort Raitenhaslach an der Salzach. Auf dieser ca. 70 km langen Strecke drei längere Anstiege: einmal kurz nach Massing, dann von Geratskirchen raus und zuletzt bei Hirten.

Rückfahrt über Halsbach - Großschleberg - Hart a. d. Alz - Unterneukirchen - Tüßling - Polling - Mühldorf - Niederbergkirchen - Neumarkt-St.Veit - Bodenkirchen - Bonbruck wieder nach Vilsbiburg. Auf dieser ebenfalls ca. 70 km langen Strecke wieder drei längere Anstiege: aus dem Salzachtal, dann nach Unterneukirchen, sowie aus dem Inntal heraus nach Niederbergkirchen.

Da nicht immer der ganze Sonntag zur Vereinsfahrt zur Verfügung steht, haben vier RC'ler die Truppe bei der Hinfahrt bis zum "Massinger"-Anstieg begleitet und sind dann wieder in Richtung Vilsbiburg abgedreht. Zur Freude der weiterfahrenden Gruppe ist in Neuötting ein Teil der RC-Damen hinzugestoßen. Diese sind in Neumarkt-Sankt Veit gestartet und haben über den Tag verteilt auch 110 km gesammelt.


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Radlausflug der Plaudergruppe nach Südtirol mit "Herrenbegleitung" (13. -15.7.2012)
Am Freitagmorgen startete die "Plaudergruppe" (Karin, Christl, Gerlinde, Sandra, Traudl und Klara) nach Südtirol zum radeln. Ihr Ziel war das Hotel Sigmundskron in Frangart/Bozen (http://www.sigmundskron.com/). Nicht nur das Radfahren stand im Vordergrund, sondern auch etwas Entspannung, gutes Essen und Trinken. Und so wurden auch die Touren geplant.



Am Freitag, nach Ankunft im Hotel und kleinem Imbiss, wurde eine gemäßigte Strecke gefahren. Von Frangart zum Kalterer See (Einkehr beim Klughammer direkt am Kalterer See http://www.pensionklughammer.com/ ) weiter nach Tramin; dort wurde gerade das am Abend stattfindende Weinfest vorbereitet, so dass wir erst noch ein Gläschen Gewürztraminer tranken, bevor es über den Etschradweg wieder zurück zum Hotel Sigmundskron ging, das immer noch einen kleinen Schlussanstieg abverlangte.



Am Samstag hatten wir die Bezwingung des "Ritten" fest geplant. Ein klassischer Anstieg der in dieser Gegend geradelt werden muss. Ab Bozen 13 km bergauf bei einer Durchschnittssteigung von 6-7 % war für alle machbar. Selbst zwei Mädels die noch nie einen so langen Berg geradelt sind, haben den Anstieg mit Bravur geschafft. Anschließend ging es weiter nach Lengmoos, vorbei an den berühmten Erdpyramiden nach Saubach. Dort wurde eine etwas verspätete Einkehr gemacht http://www.saubacherhof.com/ (dafür schmeckten die Pasta's umso besser!). Weiter ging es nach Barbian. Von dort wollten wir noch über Villanders nach Klausen fahren. Als es allerdings heftig zu Blitzen und Donnern begann, kürzten wir die Strecke ab und fuhren bereits in Barbian ab zum Etschradweg. Der dann ständig bergab nach Bozen führte. Kurz vor Bozen trafen wir auf unsere "Herrenbegleitung" (Hans, Erich, Martin und Richard) die natürlich bereits eine Tour mit ca. 2500 hm und wesentlich mehr Kilometern als wir hinter sich gebracht hatten.



Den Abschluss machte die ganze Gruppe –wie kann es auch anders sein- auf dem Waltherplatz in Bozen bei einem kühlen Getränk oder Eisbecher. Gemeinsam fuhr man zurück ins Hotel.

Am Sonntag planten wir nach Meran und wieder zurück zu radeln. Allerdings fing es in Bozen kräftig an zu regnen (Gewitterregen), so dass die Mehrheit beschloss, die Tour mit dem Auto zu fahren. Wir besuchten bei Töll das K und K Museum und machten Rast im Garten des  Onkel Taa Restaurants  http://www.bad-egart.com/ und traten nach einem kleinen Imbiss die Rückreise an. Unsere Herren haben sich natürlich nicht vom Regen abhalten lassen und haben ihr Programm mit Genuss absolviert.

Wir sind uns einig, dass es ein gelungenes Wochenende war – vor allem das Hotel Sigmundskron kann nur jedem empfohlen werden, der eine gute Unterkunft mit sehr netten Wirtsleuten bei guter Küche und freundlichem Service sucht - und werden sicher wieder einen Ausflug in 2013 planen.

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Die Runde der Woche